Das Dellwiger Wappen

Durch einen Schrägrechtsbalken geteilt, mit blauem Wolkenfeh (Wolkenschnitt) über Silber (Weiß), das obere Feld in Gold (Gelb), das untere in Blau. Bedeutung: Dellwig stammt von Dalewic, wie es im 13. Jahrhundert genannt wurde. Hiermit ist das zur Ansiedlung schutzbietende Tal an der Emscher gemeint. Das Wappen ist an das der Herren von Dellwig angelehnt. Es erinnert an die damals mäandernde Emscher (Wolkenfeh) mit ihren aalförmigen Einbuchtungen. Das aus der Gegend von Dortmund stammende Geschlecht Dellwig, vielfach mit hiesiegem Adel verwandt, hatte unter anderem der Drostenamt der Reichsabtei Werden und das Erbmarschallamt des Stiftes Essen inne

Dellwig´s Entwicklung im 20.Jahhundert

Da der Weg in die Pfarrkirche in Borbeck sehr weit war, errichtete man 1901 eine Notkirche auf die 1905 eine eigene Pfarrei und 1909 ein eigener Friedhof folgte. Am 29. Juni 1911 wurde nach zweijähriger Bauzeit die Kirche St. Michael geweiht. 1907 errichtet man an der Rahmannstraße ein neues Postamt, das heute noch in Betrieb ist. 1910 gründete sich in Dellwig eine Freiwillige Feuerwehr, die später von der Borbecker Berufsfeuerwehr verdrängt wurde und sich auflöste. 1905 tritt, wie bereits 14 Jahre zuvor, ein schlimmes Hochwasser der Emscher ein, das viele Menschen zur Flucht aus dem Überschwemmungsgebiet zwang. 1914 wurde der Rhein-Herne-Kanal gebaut, und die Emscher nördlich parallel dazu verlegt. Am 1. Mai 1921 wird der an der Strecke Essen Hauptbahnhof–Bottrop liegende Bahnhof Essen-Dellwig-Ost in Betrieb genommen. Am 25. Februar 1927 erschien erstmals als Stadtanzeiger Nordwest ein kostenloses Dellwiger Regionalblatt. In das ehemals rein katholische Dellwig wanderten im Zuge der Industrialisierung immer mehr Protestanten ein. 1915 wurde daraufhin die evangelische Friedenskirche eingeweiht. Im September 1942 bekam die St. Michael-Kirche samt Pfarrhaus schwere Bombentreffer ab, so dass ein Notgottesdienst in der Kapelle des Kindergartens abgehalten werden musste. Am Palmsonntag 1946 gab es dann den ersten Gottesdienst nach dem Kriege in der St. Michael-Kirche. 1943 erhielt die Friedenskirche schwere Bombentreffer und konnte erst im Juli 1949 wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Die in Kohlennot geratene Firma Krupp übernahm 1943 unter anderem die Zeche Levin. Jedoch brachten Kriegsschäden große Schwierigkeiten, so dass die Zeche im Frühjahr 1944 ihre Kohlenförderung einstellen musste. Im März 1945 konnte man nach Granatfeuer die Wasserhaltungsanlage nicht mehr weiter betreiben. Die Zeche wurde aufgegeben. In die Halde der Zeche wurde ein Bunker gebaut, der im Kriege rund 2000 Menschen Schutz bot. Nach dem Kriege wurde die Zeche wiederaufgebaut und der Betrieb in vollem Umfang wiederaufgenommen. Bis 1960 gehörte sie zu den größten Arbeitgebern im Stadtteil. Mit der Zechenstilllegung wurde 1960 auch der Rangierbetrieb am Verschiebebahnhof Frintrop eingestellt. Heute erinnert am Standort der ehemaligen Zeche kaum etwas an sie, nur das dort entstandene Gewerbegebiet trägt ihren Namen. 1984 wurde vor der St. Michael-Kirche eine Seilscheibe der Zeche Levin aufgestellt. Zusammen mit einem Pflug, der das Jahr 1885 trägt, soll dieses Denkmal an die tausendjährige Geschichte Dellwigs mit Landwirtschaft und Industrie erinnern.

Nach Kriegsende baut RuWa das Freibad wieder auf....

Mit 550 Mitgliedern ist "RUWA Dellwig", so im Volksmunde genannt, wohl der größte und weit über die Grenzen der Heimat bekannteste Verein. Im Juni 1925 von Heinz Bäcker und Heinz Hofmeister gegründet, hat er sich die Leibesertüchtigung und die Heranziehung der Jugend zum gesunden Sport zum Hauptziel gesetzt. Fußball und Schwimmen waren die ersten Sportarten, die man betrieb. Während die Fußballabteilung sich später selbständig machte, folgte bald eine Handballabteilung. Auch der "Kanuten" wurde gedacht, und diese Abteilung konnte 1938 bereits 30 starre und 40 Faltboote ihr eigen nennen. 1945 Wiederaufbau des Städt. Sommerbades Dellwig mit ca. 25000 freiwilligen, unbezahlten Arbeitsstunden ohne Mithilfe der Stadt und der Behörden, Wiederaufbau des zerstörten Bootshauses, 1947 Einrichtung einer vereinseigenen Turnhalle auf dem Gelände des Wetterschachtes der Zeche Levin der FK-Bergwerke - das sind nur einige Leistungen, die größte Anerkennung verdienen. Heinz Bäcker und Paul Schenk führten damals den Vorsitz, zwei Männer, denen "ihr" Verein alles ist und dem sie jede Freizeit opfern.

Quelle: BVV Dellwig

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